Mitte Dezember fand der zweite Round Table Sustainable Finance bei BlackRock statt. Zahlreiche Teilnehmer hatten sich auf der 41. Etage des OpernTurm-Complexes eingefunden, um das Thema „Die Bedeutung von ESG-Themen im Kontext der Betreuung institutioneller Anleger“ zu diskutieren.

cl, Frankfurt am Main, 19. Dezember 2018 – Carlo Funk von BlackRock eröffnete die Diskussionsrunde: „Mit den aktuellen Initiativen der EU-Kommission für einen nachhaltigen EU-Finanzplatz ist das Interesse der institutionellen Anleger an ESG im Laufe des Jahres deutlich angestiegen.“ ESG-Portfolios gewinnen dabei beispielsweise für Pensionsfonds besonders an Bedeutung, so Funk weiter.

Große Anstrengungen sind weiterhin mit Bezug auf die ESG-Datenqualität notwendig. Dr. Steffen Hörter von Allianz Global Investors erwähnte, dass die ESG Datenqualität oft nicht valide sei und sich daher ESG-Ratings häufig nicht als Entscheidungsgrundlage für die Zusammenstellung von Portfolios eignen. „Das macht oft weitere qualitative Analysen notwendig“, führte er weiter aus. Weiterer Bestandteil der Diskussion war die Unterscheidung zwischen „Values“ und „Value“ Investments aus Sicht der institutionellen Anleger. Im Zusammenhang mit ESG-Portfolios wurden außerdem Derivate, Securities Lending und Short Positions diskutiert.

Mit Bezug auf die Aktivitäten der EU-Kommission zu Sustainable Finance gab Dr. Steffen Hörter einen Einblick in die aktuelle Arbeit der Technical Expert Group. Er ist Mitglied der Technical Expert Group (TEG), die sich mit dem Thema Low Carbon Benchmarks beschäftigt.

Der Round Table diskutierte in diesem Zusammenhang auch, wie geeignet die geplanten Carbon Benchmarks sind, die Zielsetzungen von Green Finance zu unterstützen. Neben den Carbon Benchmarks wurde auch eine erweiterte Carbon-Disclosure bzw. Unternehmens-berichterstattung angesprochen. Dabei wurde deutlich, dass diese Weiterentwicklung der Carbon-Disclosure vor allem die Einbeziehung von Plan-Größen beinhalten sollte.

Sehr deutlich wurde bei der Diskussion außerdem, dass bei dem ESG-Themenkomplex aktuell ein Schwerpunkt auf dem „E“ (Carbon) liegt, obwohl die „Social“ und „Governance“- Themen auch entsprechend auf der EU-Agenda gewichtet sind. Insbesondere für das „S“ bei ESG müssten noch weitergehende Instrumente zur Transparenz geschaffen werden.

Das Feedback der Teilnehmer des zweiten Round Tables bei BlackRock war durchweg positiv. „Das ist eine großartige Initiative, um das breite Spektrum der Interessengruppen im Bereich Sustainable Finance zusammen zu bringen“ sagte Ute Hesse von ING im Anschluss an die Expertenrunde.

Die Gesprächsreihe “Sustainable Finance“ bietet Führungskräften und Experten aus der Finanzwirtschaft die Möglichkeit, sich in regelmäßiger Folge auszutauschen. Die Gesprächs-reihe befasst sich mit aktuellen Entwicklungen, Chancen und Risiken zu dem Thema “Sustainable Finance“ oder auch mit anstehenden regulatorischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Marktakteure.

Gegründet wurde der Round Table von der International Finance Corporation (IFC) – Weltbankgruppe, dem International Bankers Forum (IBF) und der Maleki Corporate Group (MCG). Das Beratungsunternehmen SLSplus, Partner der MCG, unterstützt das Projekt inhaltlich.

Der nächste Round Table wird am Mittwoch, den 13. Februar 2019 bei BNP Paribas stattfinden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Gabriele Luft, g.luft@maleki.de

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